Bundesweite Aktionen gegen Solarkürzungen

Die Solar- und Umweltverbände und Gewerkschaften rufen am Montag zur Demo in Berlin. Das Ziel der Aktion ist eine große, zentrale und dadurch bundesweit wirksame Veranstaltung. Demonstriert wird gegen die vom Bundeskabinett beschlossenen Solarkürzungen.

Neben der Demo am Montag laufen viele weitere Aktionen. U.a. informiert Campact und startete eine E-Petition und e-Card-Aktion „Die Energiewende braucht mehr Solarstrom – Kürzungspläne jetzt stoppen!“ Und der Solarförderverein betreut eine Stoffsammlung in Vorbereitung für die Verfassungsbeschwerde, TP berichtete).

weiterlesen: http://www.heise.de/tp/blogs/2/151542

Bisher sehen die kurzfristig zum 9. März angekündigten EEG-Änderungen für Solarstrom so aus:

  • Es soll nur noch 85% des erzeugten Stroms vergütet werden
  • Die Solarstrom-Einspeisevergütung für neu installierte Photovoltaik-Dachanlagen mit einer Nennleistung bis 10 Kilowatt sinkt zum 9. März um 20,2%.
  • Die bisher höhere Vergütung von mittelgroßen Anlagen sinkt durch Wegfall der Kategorie „Aufdachanlagen von 10 bis 100 kW“ um 29 %.
  • Für große Anlagen > 1 MW-Peak sinkt die Vergütung um 26,4%.
  • Für PV-Freiflächenanlagen bis 10 MW soll die Vergütung von jetzt 17,94 Cent/kWh um 24,7 % auf 13,50 Cent/kWh sinken.
  • Vom Mai bis zum Jahresende 2012 ist zusätzlich eine monatliche Degression um 0,15 Cent/kWh geplant.
  • Ab 2013 sollen dann weitere jährliche Kürzungen von 10 bis 17 % folgen.
  • Ein fester Deckel für den PV-Zubau ist nicht vorgesehen.

Die Energieriesen können jubeln

Manager-Magazin

Die Förderung für Fotovoltaik wird deutlich gekürzt – für die deutschen Energieversorger ist das eine gute Nachricht. Stetig steigende Solarstrommengen stellen sie vor ernste Probleme. Außerdem kommen die Konzerne nun künftig selbst in den Genuss erheblicher Subventionen. 

Solarstrom ersetzt 15 bis 20 Großkraftwerke und drückt Preise

„Die Förderkürzung ist tendenziell positiv für die großen Versorger“, sagt Analyst Sven Diermeier von Independent Research. Ihre Kraftwerke könnten nun häufiger ins Netz einspeisen als ohne die Subventionsbremse für Solar.

Das rasante Wachstum der Solarenergie hatte den Konzernen zunehmend Kopfschmerzen bereitet. Auf gigantische 25.000 Megawatt ist allein die Erzeugungskapazität der Fotovoltaik in Deutschland zuletzt angeschwollen. An sonnigen Tagen ersetzt der Solarstrom rechnerisch 15-20 Großkraftwerke.

… „Solarstrom wirkt doppelt negativ für die Versorger“, sagt Analyst Diermeier. Ausgerechnet Mittags, wenn Strom traditionell am teuersten war, müssen die Leute von RWE, Eon, Vattenfall und EnBW schon heute viele Kraftwerke drosseln. Dann sehen sie zu, wie die Preise sinken und andere Geld mit der Stromerzeugung verdienen.

weiterlesen: www.manager-magazin.de/finanzen/artikel

Ein schöner Extraprofit

Wie der Sonnenstrom den Netzbetreibern im kalten Winter die Taschen füllt und Panikmache über vermeintliche Engpässe das Publikum davon ablenken soll
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