„alternative-energiequellen.info“ ist die Online-Zeitung der Bürgerinitiative BIFUNAE, die sich zum Schutz des Westufers am Starnberger See gegründet hat und sich dort auch mit den Gefahren durch das geplante Tiefen-Geothermie-Kraftwerk Bernried / Höhenried auseinandersetzt.

Landau: Verhandlungen zum Ausstieg beschlossen – Energie Südwest will die Verluste des Geothermiekraftwerks nicht länger tragen – in den kommenden Wochen droht Insolvenz

Benachrichtigung

Der Aufsichtsrat der Energie Südwest AG am Donnerstagabend beschlossen, mit den Pfalzwerken, den Banken und dem Land über den Ausstieg aus dem Kraftwerksbetrieb zu verhandeln.
Nur bis Ende März wird das Landauer Versorgungsunternehmen seine Tochter noch alimentieren.

Samstag, 17. Dezember

Warum der Stadt Landau beim Geothermie-Projekt der Geduldsfaden reißt – Pfalzwerke AG prüft Szenarien

LANDAU (gau/jüm). Für die Stadt Landau haben sich die mit dem Geothermie-Kraftwerk verbundenen Erwartungen nicht erfüllt: Statt der erhofften Gewinne hat das Projekt bisher vor allem Verluste und jede Menge Ärger mit Bürgern eingebracht.

Vor diesem Hintergrund ist der Beschluss des Energie-Südwest-Aufsichtsrates zu sehen, mit den Partnern zügig über einen Ausstieg zu verhandeln (wir berichteten gestern). Bei der Pfalzwerke AG wird nun über die möglichen Szenarien nachgedacht.

Den Landauern langt’s. Einhelliger Tenor am Dienstagabend im Stadtrat zum Thema Geothermiekraftwerk: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Betrieben wird die Anlage von der Firma Geox. Sie gehört zu gleichen Teilen den Pfalzwerken und der Energie Südwest AG, dem lokalen Versorgungsunternehmen in Landau, das zu 49 Prozent der städtischen Betriebsgesellschaft Stadtholding gehört.

Das Geothermiekraftwerk ging Ende 2007 ans Netz, seitdem hat es außer Strom für 6.000 und Wärme für 300 Haushalte nur Verluste produziert. Nach Zahlen gefragt, geben sich die Verantwortlichen zugeknöpft, nach Recherchen der RHEINPFALZ beträgt das Defizit für das zu Ende gehende Jahr satte 1,3 Millionen Euro.

Für die Stadt Landau ist dies eine Katastrophe, ist doch die Energie Südwest AG ein bedeutender Geldgeber für die karg gefüllte Stadtkasse. Von jedem Euro, den der lokale Versorger in das Kraftwerk steckt, fehlen im Haushalt der Stadt also 49 Cent Gewinnausschüttung. Und das in einer Zeit, in der Landau für die Teilnahme am Kommunalen Entschuldungsfonds des Landes jährlich 1,14 Millionen Euro aufbringen muss, dafür Leistungen kürzt und die Bürger mit höheren Steuern und Abgaben schröpft…

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Energie Südwest will die Verluste des Geothermiekraftwerks Landau nicht länger tragen – in den kommenden Wochen droht Insolvenz

SWR-Studio Ludwigshafen Regionalnachrichten Redaktion : Kathrin Illig
Letzte Aktualisierung: 15.12 .zOL, O8.3O Uhr

Landau
Steigt Energie Südwest aus der Geothermie aus?

Nach SWR-Informationen wird der Aufsichtsrat des Unternehmens Energie Südwest heute den Ausstieg aus dem Geothermiekraftwerk Landau beschließen. Damit droht dem Projekt die Insolvenz. Die Energie Südwest will die Verluste des Geothermiekraftwerks nicht länger tragen. Außerdem machen sich die Verantwortlichen Sorgen um den Ruf des regionalen Energieanbieters. Nachdem das Kraftwerk mehrere leichte Erdstöße ausgelöst hatte, gibt es zahlreiche Beschwerden von Landauer Bürgern. Die Energie Südwest ist ein Tochterunternehmen der Stadt Landau und mit rund 50 Prozent an der Betreiberfirma des Geothermiekraftwerks beteiligt. Sollte die Energie Südwest heute keine weiteren Darlehen genehmigen, droht dem Erdwärmekraftwerk in den kommenden Wochen die Insolvenz. Das Geothermiekraftwerk wurde 2007 in Betrieb genommen.Das Kraftwerk hat aber nie wirtschaftlich gearbeitet und läuft im Probebetrieb.

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3 Comments

  1. Timo Smart

    Das Projekt in Landau wird nicht insolvent gehen, auch wenn die ESW aussteigen sollte. Es gibt genügend Interessenten, die sich an einem zukunftsweisenden Projekt beteiligen wollen. Die BI, die sich in Landau zur Unterstützung der Tiefen Geothermie und insbesondere des Projekts in Landau gegründet hat, zeigt, dass es aus vielen Richtungen Unterstützung des Projekts gibt. Es gibt in Deutschland zum Glück nicht nur “Nein-Sager”, sondern auch engagierte Menschen, die sich für neue Technologien interessieren und diese unterstützen. Für die ESW wird ein anderer Partner gefunden, der das Projekt z.B. mit einer dritten Bohrung zum wirtschaftlichen Erfolg führt. Die Zeit der Geothermie ist auch in Deutschland gekommen.

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  2. Klaus M.

    Das Kommentar kann ja nur jemand schreiben der nicht aus Landau stammt und unmittelbar betroffen ist. Der Zahnarzt bohrt auch zwei dreimal…und am Ende muß der Zahn raus.

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  3. Timo Smart

    Netter Vergleich. Wie wäre es mit: Am Anfang mussten noch Leute mit Fähnchen zur Warnung vor den Autos herlaufen und heute fährt (fast) jeder mit rum, ohne Fähnchen. Die Zukunft wird weisen, was stimmt. Sie sollten mehr Vertrauen in die Ingenieure und Techniker haben und weniger Zukunftsangst.

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