„alternative-energiequellen.info“ ist die Online-Zeitung der Bürgerinitiative BIFUNAE, die sich zum Schutz des Westufers am Starnberger See gegründet hat und sich dort auch mit den Gefahren durch das geplante Tiefen-Geothermie-Kraftwerk Bernried / Höhenried auseinandersetzt.

"Fracking" – auch FDP schlecht informiert

Benachrichtigung

2.Mai 2011
Die FDP-Bundestagsfraktion hat heute unter Leitung des Dortmunder FDP-Abgeordneten Michael Kauch ein Fachgespräch zum Thema “Fracking von Erdgas” durchgeführt. Hintergrund sind Pläne, rund um das Ruhrgebiet diese Förderung von unkonventionellem Erdgas zu prüfen. Info

FDP: “FRACKING IN DEUTSCHLAND SEIT JAHREN EINGESETZT”

Das Fracking ist keine neue Technologie, sondern wird in Deutschland auch bei Bohrungen für Tiefen-Geothermie seit Jahren eingesetzt. (…)” behauptet Michael Kauch, Kreisvorsitzender der FDP-Dortmund im Zusammenhang mit der unkonventionellen Gasförderung der Exxon Mobil.

In der Tiefen Geothermie existiert allerdings bisher weltweit kein einziges funktionierendes Kraftwerk im HDR-Verfahren (Fracking).

 

WELTWEIT NICHT EIN FUNKTIONIERENDES KRAFTWERK

Die Technik des petrothermalen Systems (Hot Dry Rock) steckt positiv ausgedrückt in den Kinderschuhen. Bislang gibt es weltweit nicht ein funktionierendes Kraftwerk, das nach dem Hot Dry Rock Verfahren arbeitet, wie Ingrid Stober vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg erläuterte.

Die Hot-Dry-Rock-Technologie: Man treibt Bohrungen in heisse Gesteinsschichten und pumpt mit so hohem Druck Wasser hinein, dass sich Risse im Gestein bilden. Dabei können Erdbeben ausgelöst werden.
Diese Technologie wurde in Basel und in Kalifornien in The Geysers verfolgt und nach den Erdbeben in Basel eingestellt. Auch in Australien – weitab von jeder Besiedlung – ist bisher kein HDR-Kraftwerk ans Netz gegangen.

Tiefen-Geothermie in Down Under
Australien sieht sich als Labor für die umstrittene «hot rock»-Technologie.
info – NZZ-online

 

ROHSTOFF-ROULETTE IN DEUTSCHLAND / FRAGWÜRDIGE FÖRDERTECHNIK

“Mit neuen Fördermethoden wollen Energiefirmen Erdgas aus dem Boden pressen. Dabei werden gefährliche Chemikalien eingesetzt. Die Regierung berauscht sich an den Chancen der Technik – und blendet Umweltrisiken aus.” berichtete der Spiegel

“In mehreren Bundesländern haben Energieunternehmen, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, ein Wettrennen um die besten neuen Gasvorkommen gestartet.”
Info zum Rohstoffroulett / Fracking

Gleichzeitig verspricht Michael Kauch: (…) Die FDP wird aber auch auf Bundesebene Gesetzesveränderungen zum Schutz des Wassers prüfen – gerade im Blick auf Wasserschutzgebiete. Ich persönlich werde mich dafür einsetzen, dass die Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung bei allen relevanten Bohrungen abgesichert wird. Außerdem sollte die Rolle der Wasserschutzbehörden gegenüber den Bergbehörden gestärkt werden.”

 

Eine Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung sieht das deutsche Bergrecht nicht vor. Vielmehr werden Gemeinden ohne Mitsprache entmündigt und Forderungen der Bohrlobby nach Umgehung der bestehenden Gesetzeslage in Wasserschutz- und Naturschutzgebieten laut!

 

Wir nehmen Herrn Kauch beim Wort!

Und werden seinen persönlichen Einsatz zur Einführung einer Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung und zur Stärkung der Wasserschutzbehörden gegenüber den Bergbehörden bei allen relevanten Bohrungen im Auge behalten.

Siehe auch:
Basler Schatten über Kalifornien
Abriss-Birne beendet Geothermie-Träume

Zur Interessengemeinschaft gegen Umweltschäden durch Fracking
www.gegen-gasbohren.de

R.F.J.

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