„alternative-energiequellen.info“ ist die Online-Zeitung der Bürgerinitiative BIFUNAE, die sich zum Schutz des Westufers am Starnberger See gegründet hat und sich dort auch mit den Gefahren durch das geplante Tiefen-Geothermie-Kraftwerk Bernried / Höhenried auseinandersetzt.

Fracking, Geothermie – Tiefen-Geothermie kommt nicht ohne Fracking aus

Benachrichtigung

Hydraulische Stimulation = Fracking

Auszüge aus Wikipedia:

Hydraulic Fracturing (von englisch to fracture‚ aufbrechen‘, ‚aufreißen‘, auch Fracking, „Hydrofracking“, „Fraccing“, Frac’ing oder Frac Jobs genannt, deutsch auch hydraulische Frakturierung, hydraulisches Aufbrechen, hydraulische Risserzeugung) oder hydraulische Stimulation ist eine Methode vor allem der Erdöl- und Erdgasförderung, bei der in technische Tiefbohrungen eine Flüssigkeit („Fracfluid“) eingepresst wird, um im Reservoirgestein Risse zu erzeugen, aufzuweiten …

Dadurch wird die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit der Gesteinsschicht erhöht, so dass Fluide wie Erdgas, Erdöl oder Wasser nun leichter zur Bohrung hin fließen können. Dadurch wird bei der Erdöl- und Erdgasförderung die Wirtschaftlichkeit erhöht. Durch Fracking wird der Wirkungsgrad von Geothermiebohrungen erhöht, weil das warme Gestein besser vom Wasser durchströmt wird und das Wasser mehr Wärme aufnimmt.

Vorangetrieben werden die neuen Fracking–Technologien, zusammengefasst unter dem Namen Superfracking, vor allem durch die Branchenführer Baker Hughes, Schlumberger und Halliburton ….

Umweltprobleme

… Das erste Problem ist der Umgang mit dem Bohrlochwasser, das nach dem Fracken wieder abgepumpt und dann an der Erdoberfläche entsorgt werden muss oder aber in einer weiteren Bohrung wieder in eine andere Gesteinsschicht zurückgepresst wird. Dieses Bohrlochwasser ist, da es aus dem Fördergestein herausgepumpt wird, dadurch meist schon deutlich stärker mit umweltschädlichen Stoffen versetzt als zuvor. Das Bohrloch wird in Schichten angelegt, die Kohlenwasserstoffe wie Gas und Öl enthalten, und diese finden sich dann zwangsläufig auch schon in dem wieder heraufgepumpten Wasser. Der Umgang mit den beträchtlichen Mengen von zudem teilweise stark mit metallischen Salzen belastetem Bohrlochwasser ist demnach außerordentlich kritisch zu betrachten, zumal eine einfache Reinigung in normalen Klärwerken hier nicht in Betracht kommt.

Dazu ist bei nicht sachgerechtem Vorgehen auch ein Übertritt der zugesetzten Fracfluide in tiefe Grundwasserschichten prinzipiell nicht völlig auszuschließen, ein direkter Übertritt von Erdgas in direkt an der Erdoberfläche anstehende Grundwasserschichten dagegen nur bei sehr mangelhafter Bohrlochabdichtung denkbar. Da die Fördergesteine meist relativ tief liegen, ist eine solche Gefährdung also erst nach längeren Zeiträumen wahrscheinlich. Es wird diskutiert, ob eine verlässliche Bohrlochabdichtung gegenüber den grundwasserführenden Schichten überhaupt gewährleistet werden kann.
Momentan werden die Bohrungen im Bereich der Grundwasserleiter mit eingepresstem Zement „fixiert“, wobei noch ungeklärt ist, ob sich diese Abdichtungen als dauerhaft erweisen. Bei späterer Undichtigkeit des Zementmantels könnten extrem salzhaltiges Wasser oder auch gesundheitsschädliche Frac-Hilfsstoffe in das Grundwasser übertreten…
Eine Garantie, dass sich die erzeugten Gesteinsrisse nicht auch in wasserführenden Schichten fortsetzen, könne allerdings nicht gegeben werden, was freilich auch für die meisten anderen geologischen Fragestellungen gilt, da eine vollständige Erkundung der Verhältnisse unter Tage nie möglich ist. Ebenfalls nicht grundsätzlich ausschließbar sei das Eindringen des Erdgases in Grundwasserschichten oder gar ein Austreten an der Erdoberfläche, weshalb es nach wie vor Umweltschutzbedenken gibt. …
wiki/Hydraulic_Fracturing

Auch Tiefen-Geothermie kommt ohne Fracking nicht aus

Beim GKW Landau (Rheinland-Pfalz) wurde sowohl die Hydraulische- als auch die Säurestimmulation (chemische Stimulationen) eingesetzt.
Beim GKW Unterhaching (Bayern) wurde mit verdünnter Salzsäure stimmuliert.
(GKW = Geothermie-Kraft-Werk)

Die hydraulische Stimulation ist die einzige Methode, mit der bei der Tiefen-Geothermie die Wegsamkeiten verbessert oder geschaffen werden können.

Durch das Verpressen von Stimmulationsmitteln wird mit hoher Fliessrate Druck aufgebaut, um Fliesswege zu öffnen.
Bei den bisher durchgeführten “hydraulischen Stimulationsmaßnahmen” (Hydraulic Fracturing) in Deutschland wurden wurden jeweils mehrere tausend Kubikmeter Wasser mit bis zu 400 bar verpresst.

Zum Einsatz kommen Stützmittel, Sande, beschichtete Sande, hochfeste Keramiken z.B. gesintertes Bauxit, sowie Polymere und so genannte „Crosslinker“ und „Breaker“.

Für das Fracking (Stimulationsmaßnahme) werden bis zu 50.000 Kubikmeter Frischwasser verwendet, entweder aus der öffentlichen Wasserversorgung, aus Oberflächengewässern oder aus dem Grundwasser. Durch die gewaltige Wasserentnahme kann es zur Absenkung des Grundwasserspiegels kommen.

Probleme mit Erdabsenkungen und Erdbeben sind lange bekannt.

Unter anderem beim Projekt Basel traten während der hydraulischen Stimulation  größere Erdbeben auf. Am 8.12.2006 wurde bei Verpressdrücken um 300 bar ein Beben mit einer Magnitude von 2,7 gemessen. Auch nachdem die Pumpen abgestellt waren, traten weitere Erdbeben auf: mit  Magnitude  3.4,  3,0 und 3,2.
Das Projekt wurde daraufhin eingestellt. Der Anfangsdruck/Kopfdruck für das Projekt Mauerstetten ist vom Bergamt Südbayern mit 314 bar genehmigt worden.

Hydraulische Stimulationen gehören zu den bergbaulichen Tätigkeiten, die nach Bergrecht und vom Bergamt, das dem Wirtschaftministerium untersteht, genehmigt werden. Eine öffentliche Beteiligung ist hier nicht vorgesehen.

Geothermie Fracking - Fracksong

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse eine Antwort

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Howdy,
Categories
Translate