„alternative-energiequellen.info“ ist die Online-Zeitung der Bürgerinitiative BIFUNAE, die sich zum Schutz des Westufers am Starnberger See gegründet hat und sich dort auch mit den Gefahren durch das geplante Tiefen-Geothermie-Kraftwerk Bernried / Höhenried auseinandersetzt.

«learning by doing»

Benachrichtigung

Immer wiederkehrend die Argumente, dass man von der Oberfläche aus nicht sehen könne, was sich darunter verberge. Dass es dazu nun mal Bohrungen brauche.
Und dass man die Erdbebengefahr nicht voraussehen könne.
Schweiz
Podiumsdiskussion «Geothermie – eine heisse Sache» im erdwissenschaftlichen Forschungs- und Informationszentrum der ETH

Bürgerschreck Geothermie
Während man in Deutschland bis 2020 nur 0,6% Beitrag der Geothermie zur Stromerzeugung erwartet, geht das Züricher Elektrizitätswerk angeblich von 10% der Stromerzeugung aus Geothermie bis 2050 aus.
Wir glauben, dass man bei diesen Erwartungen zu Recht vom Bürgerschreck Geothermie reden kann.
Der Hinweis auf erfolgreiche Nutzung geothermischer Energie rund um Paris ist irreführend! Diese kleinen geothermischen Anlagen dienen ausschliesslich der Wärmenutzung! Die umgewälzten Wassermengen sind gering.

Pariser Becken (Wärme Nutzung)
Als Antwort auf die Ölkrise in den 70er Jahren, wurden zwischen 1969 und 1985 sukzessive 50 Geothermie Dubletten im Pariser Becken erstellt.
Die Anlagen wurden nur zu Heizzwecken (während der Heizperiode) und mit geringer Fördermenge genutzt. 20-36 Jahre später mussten davon bereits 16 Dubletten wegen Erschöpfung abgeschaltet werden (Stand 2005). Obwohl diese Quellen hauptsächlich nur während der Wintermonaten benutzt wurden, sie sind bereits 1/3 ausgefallen.

Tatsächlich gibt es in Mitteleuropa keine Erfahrung mit Tiefer Geothermie zur Stromerzeugung!
Die grossen Wassermengen und die hohen Temperaturen, die zur Stromerzeugung benötigt werden, bauen die unterirdischen Wärme-Reservoire wesentlich schneller ab. So dass mit einer Nutzungsdauer von 20 bis 30 Jahren gerechnet wird. Je grösser die umgewälzte Wassermenge ist, desto schneller erkaltet das Reservoir und desto grösser ist auch das Erdbebenrisiko.

Interview Prof. Dr. Emmermann, Geoforschungszentrum Potsdam:”…weil es auch überall fundamental gilt, dass an jedem Punkt in jeder Tiefe die Spannungen, unter denen die spröde Erdkruste steht, gerade im Bruchgleichgewicht sich befinden, … d.h. die Kruste hat sich sozusagen vollgesogen mit mechanischer Spannung und wenn Sie eine kleine Spannungsänderung machen, indem man etwa über Flüssigkeit im Bohrloch Druck auf das Gestein gibt, erzeugen Sie künstliche Erdbeben. Wir haben Drucke aufgegeben und haben tatsächlich Erdbeben erzeugt und zwar hunderte. …”

Es folgt der nächste Schildbürgerstreich – Klimaerwärmung direkt !
90% Abwärme können nicht genutzt werden und heizen unsere Umwelt ohne Umwege!
Die Erwartungen an die anzutreffenden Temperaturen in grosser Tiefe reichen in Mitteleuropa für eine echte Kraft-Wärme-Kopplung (ab ca. 200°) nicht aus, so dass 90% der für die Stromerzeugung geförderten Erdwärme ungenutzt in die Luft geblasen werden muss.
Bei der Kraft-Wärme Kopplung mit Geothermie im geologisch inaktiven Mitteleuropa ist das Temperaturniveau deutlich niedriger als bei den meisten Verbrennungskraftwerken. Dadurch sinkt auch das Niveau der nutzbaren Kondensations-Wärme aus dem Stromerzeugungskreislauf z.B. bei Pentan (umweltschädlich und feuergefährlich) auf maximal ca. 50°C. Die Wärmenutzung bei der Geothermie geschieht durch zusätzliche Förderung von Tiefenwasser in einem Prozess parallel zur Stromerzeugung.
R.F-J16.4.10

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