Stadt St. Gallen kommt für Schäden aus tiefer Geothermie auf

Projektleiter Marco Huwiler versicherte der Bevölkerung über TVO unlängst:
Für Menschen, Umwelt und Infrastruktur bestünde keinerlei Gefahr. «Da kann grundsätzlich nichts passieren.»
Vorsichtshalber fügte er an:
«Und sollte doch was passieren, wird die Stadt St. Gallen für Schäden aufkommen.»
150 Millionen-Projekt zwischen Gossau und Herisau, der Stadt St. Gallen und dem Bodenseeufer. 36 Gemeinden in vier Kantonen sind davon betroffen.
lesen – tagblatt.ch

„Bernried haftet unbürokratisch für alle Schäden die Bau und Betrieb des Kraftwerks der BE Geothermal GmbH verursachen.“ wäre uns auch eine Schlagzeile wert.
Eine GmbH haftet nämlich mit gerade einmal 25.000,- EUR und wie die Versicherungsunternehmen zahlen, zeigen uns schon die Erfahrungen mit den Schäden in Landau und Basel. (Kamen, Staufen…)

Womit ein Beben ausgelöst wurde, lässt sich schwer nachweisen und das wissen auch die Versicherungen. Die Elementar-Versicherungen der Eigenheimbesitzer lehnen aus den selben Gründen ab. Ob es in Nähe eines Geothermiekraftwerks natürlich gebebt hat, lässt sich nämlich ebenso wenig nachweisen.

Und wie entschädigt man die Natur für verdichtete Waldböden, Beeinträchtigungen der sensiblen Wasserhaushalte am Starnberger See, Zerstörung von Torfmooren und Feuchtgebieten ?
Was bekommen Zweifarb-Fledermaus und Laubfrosch oder die Alpen-Smaragd-Libelle für den Verlust ihres Lebensraums?

Howdy,
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