„alternative-energiequellen.info“ ist die Online-Zeitung der Bürgerinitiative BIFUNAE, die sich zum Schutz des Westufers am Starnberger See gegründet hat und sich dort auch mit den Gefahren durch das geplante Tiefen-Geothermie-Kraftwerk Bernried / Höhenried auseinandersetzt.

Südpfälzer für Wind, gegen Erdwärme

Benachrichtigung

Eine deutliche Mehrheit der Südpfälzer ist für den Bau von Windrädern – vor der Haustür und auch im Pfälzerwald. Weitere Bohrungen zur Nutzung der Erdwärme lehnt mehr als die Hälfte aber ab. Fast zwei Drittel der Befragten sind bereit, fürs Energiesparen Geld auszugeben. Dies ergab eine Repräsentative Umfrage im Auftrag der RHEINPFALZ.

Fast sieben von zehn Südpfälzern hätten kein Problem damit, wenn vor ihrer Haustür Windräder gebaut würden. 69,4 Prozent der Befragten äußerten keine Bedenken. Etwas kleiner ist die Zahl derer, die für Rotoren an der Haardt oder im Pfälzerwald grünes Licht geben: 64.6 Prozent. Die Skeptiker sind klar in der Minderheit: Nur 22,4 Prozent möchten nicht aus ihrem Schlafzimmerfenster auf Rotoren blicken. 24 Prozent könnten sich nicht damit anfreunden, dass in Sichtweite zur Villa Ludwigshöhe sich die Windräder drehen.

Ja zu den von der Regionalpolitik bislang ungeliebten „Spargel” sagen Männer wie Frauen, durch alle Altersgruppen geht die Zustimmung und sie ist weitgehend unabhängig davon, wo jemand wohnt. Allerdings sind Vorbehalte gegen die Nutzung der Windkraft in den schmucken Dörfern der Südlichen Weinstraße mit 28,8 Prozent viel stärker als in der Stadt Landau (20,4) oder im Kreis Germersheim (18,6). Zwischen Kalmit und Weintor stehen auch die Belange des Landschaftsschutzes für 30,4 Prozent der Befragten deutlich höher im Kurs als in Landau (22,0) oder entlang des Rheins (19.2).

Vollständiger Artikel als pdf-Datei

Zur Sache: Die Umfrage

Die RHEINPFALZ hat das Mannheimer Meinungsforschungsinstitut CMR mit einer repräsentativen Umfrage beauftragt, um zu erfahren. welche Ansichten die Südpfälzer zur Energiewende konkret in ihrer Region haben.

Dazu. stellten wir vier fachliche Fragen (siehe Grafik). Außerdem wollten wir wissen, ob die Atomdebatte der vergangenen Monate die politische Einstellung·der Südpfälzer geändert hat. Deshalb fragten wir danach, mit welcher politischen Partei auf Bundesebene die Befragten momentan am meisten sympathisieren – nicht, wem sie bei den nächsten·Wahlen ihre Stimme geben.

Dazu riefen CMR-Mitarbeiter vergangene Woche 500 Erwachsene Südpfälzer an. Entsprechend den Bevölkerungsanteilen wohnen 80 Befragte in Landau, 195 im Kreis Südliche Weinstraße und 225 im Kreis Germersheim. “Die Teilnahmebereitschaft war außerordentlich gut'”, berichtet Michael Mohr, der die Umfrage leitete, „wahrscheinlich auch deshalb, weil es sich um ein für die Befragten wichtiges Thema gehandelt hat”. (gau)

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