Geothermie Markt Altdorf – Fernwärme ein unkalkulierbares Abenteuer?

„Wird die Geothermie in Altdorf zu einem unkalkulierbaren Abenteuer? Es sind jedenfalls beunruhigende Nachrichten, betreffend die vermeintlich so zukunftsträchtige Energieversorgung, die derzeit die Gemeinde in Atem halten. Vor allem für die rund 700 Altdorfer, die bereits fest mit ihrem Anschluss an die Geothermie im kommenden Jahr gerechnet haben.

Nun ist das Projekt erst einmal gestoppt, wie auch Bürgermeister Helmut Maier auf Wochenblatt-Anfrage bestätigt. Grund dafür sei eine „massive Kostensteigerung“. Mehr Leitungen müssten verlegt werden, als bislang geplant. Außerdem habe die Geothermie mit Preissteigerungen bei den Leitungen und Wärmetauschern zu kämpfen, berichtet der Rathauschef.

Bei einer Besprechung im Bayerischen Wirtschaftsministerium in München sei man überein gekommen, dass eine unabhängige Wirtschaftlichkeitsprüfung für die Geothermie gemacht werden muss. So lange müssten die Bauarbeiten ruhen. Maier rechnet etwa mit einem halben Jahr, die diese Prüfung in Anspruch nehmen wird. (…)

(…) Nun stehe das ganze Projekt grundsätzlich in Frage – obwohl schon viele Bürger Verträge für den Anschluss unterschrieben hätten.
Wild ärgert sich: „Die Gemeinde ist mit einigen Millionen in Vorleistung gegangen – obwohl das Projekt in meinen Augen nicht mehr wirtschaftlich realisierbar ist.“
Vier Jahre sei geplant worden und heute sei man genauso weit wie damals.
Wild: „Man sollte den Leuten endlich mal reinen Wein einschenken und zugeben, dass man nicht weiß, ob man das Projekt überhaupt jemals finanzieren kann.“
schreibt das Wochenblatt am 28.11.2012
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Altdorf – Oktober 2010
Anlässlich einer Tutzinger Gemeinderatssitzung, 2010 pries der damalige Bürgermeister von Altdorf die Geothermie als kostengünstige und zuverlässig kalkulierbare Energiequelle an.
2010: Bei der letzten Sitzung des Marktgemeinderates informierte Dipl.-Ing. Simon Berger von der GeoEnergie Bayern, die das Vorhaben als Projektsteuerer begleiten, über die Prüfung der Wirtschaftlichkeit. Im Zuge dieser Überprüfung kristallisierte sich heraus, dass der günstigste Wärmeverkaufspreis mit einer dezentralen Nachheizung zu erzielen wäre. Deshalb wird dieser Variante bei den weiteren Planungsüberlegungen Priorität eingeräumt.

Altdorf 2012
Info November der Geothermie Markt Altdorf :
„Zum Erhalt von Fördermitteln und zur Finanzierung unseres zukunftsweisenden Geothermieprojektes wird auf Grund einer massiven Steigerung der geschätzten Kosten zwingend die Vorlage einer weiteren Wirtschaftlichkeitsberechnung durch ein unabhängiges Institut verlangt.“

 

Howdy,
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