„alternative-energiequellen.info“ ist die Online-Zeitung der Bürgerinitiative BIFUNAE, die sich zum Schutz des Westufers am Starnberger See gegründet hat und sich dort auch mit den Gefahren durch das geplante Tiefen-Geothermie-Kraftwerk Bernried / Höhenried auseinandersetzt.

Chemische Stimulation / Landau

Benachrichtigung

16.3.2010 – GKW Landau
Eine Wartungsfirma pumpt Säure in die Reinjektionsbohrung um Ablagerungen zu entfernen. (Chemische Stimulation um Fliesswiederstände zu beseitigen)
Etwa 15 Container mit Säure sind zu sehen. Die Ablagerungen bewirken eine erhöhte Pumpenleistung, deshalb die Aktion, so ein Mitarbeiter der Wartungsfirma.
Die Anlage soll angeblich z. Zt. 75% Leistung fahren.
Der Kopfdruck sei ca. 30 bar ( max. Leistung bei 55 bar) Die Leistungsangabe ist sicherlich zu hoch und passt nicht zum Kopfdruck.
In Kürze soll max. Leistung gefahren werden.

17.3.2010 – GKW Landau

Bilder vom 17.3.2010 zeigen, wie Salzsäure (Stapler mit Behälter und Zuleitung zur Reinjektionsleitung) in die Thermalwasser-Rückführbohrung
(Reinjektionsbohrung) eingeleitet wird. Es sind ca. 10 Behälter mit jeweils 1000 Liter zu sehen. Die Salzsäure soll Beläge und Verkrustungen auflösen, damit die Injektion wieder einwandfrei funktioniert.

Landau,© Werner Müller

Chemische Stimulation als Alternative zum Fracturing
Durch das Einleiten der Salzsäure in die Reinjektionsbohrung werden chemische Ablagerungen die die Zerklüftungen verstopfen heraus geätzt, damit sich die Abflussgeschwindigkeit des Thermalwassers nicht weiter verringert. Ist die chemische Stimulation nicht ausreichend, würde voraussichtlich das Aufbrechen der Zerklüftung durch Verpressen unter sehr hohem Druck erfolgen (Fracturing).
Fracturing, auch als “Fräggen” bezeichnet, ist eine Technik, mit der in tiefengeothermischen Bohrungen eine Flüssigkeit in das Bohrloch unter höchsten Drücken und Mengen eingepresst wird und das Gestein am Bohrfuß aufgesprengt wird. Hierbei entstehen Brüche und Risse,  die den festen Gesteinsbereich rings um die Bohrung auflockern und so das Einströmen von Thermalwässern deutlich verbessern.

(Auch eine Förderbohrung soll lt. GeoEnergie nicht die gewünschte Leistung bringen – Mitteilungen GKW I.D. Pfalz)

Bild @ Werner Müller vom 17.3.2010 / 13:30h, Geothermie-Kraftwerk Landau


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