„alternative-energiequellen.info“ ist die Online-Zeitung der Bürgerinitiative BIFUNAE, die sich zum Schutz des Westufers am Starnberger See gegründet hat und sich dort auch mit den Gefahren durch das geplante Tiefen-Geothermie-Kraftwerk Bernried / Höhenried auseinandersetzt.

Skandalöses Eilverfahren in Tutzing?

Benachrichtigung

Obwohl es sich beim Geothermieprojekt der BE Geothermal angeblich um ein Bernrieder Projekt handelt, sollen jetzt Tutzinger Grundstücke mit der Hauptlast des Bohrrisikos und des Verkehrs belastet werden. Ebenso soll die Reinjektion der Thermalwassers – der gefährlichste Teil der Anlage – auf Tutzinger Boden stattfinden. All dies soll jetzt handstreichartig durchgedrückt werden, nachdem sich der Tutzinger Gemeinderat ausdrücklich gegen eine Zusammenarbeit mit der BE Geothermal entschieden hat.

Antrag der Gemeinde Bernried vom 05.07.2010 auf vorübergehende Ertüchtigung des im Eigentum der Gemeinde Tutzing stehenden öffentlichen Feld- und Waldweges Fl.Nr. 1151 (Zufahrt hydrothemales Erdwärmekraftwerk).

Für den 15. Juli wurde im Tutzinger Gemeinderat eine Sitzung einberufen.

Bohren auf Tutzinger Grund

Zufahrtswege

Der öffentliche Wald- und Feldweg Flur-Nr. 1151 auf Tutzinger Grund soll ausgebaut werden: Traglast: 100 Tonnen mehrachsig, Breite 3,20 Meter einspurig
Ausweichstelle Flur 1202
Ampelanlage zur Seestrasse
(vom Naturschutzgebiet Karpfenwinkel / Seestrasse zum Auweiher / Landschaftsschutz, Arten und Biotopschutz)

Die Alternative auf Bernrieder Flur ist wegen Gefälle und Steigung, Brücken und Kurven ungeeignet.

Abwässer sollen über Tutzinger Flur abgeleitet werden.

Während der mind. 2-Jährigen Bohrphase – 40 l/sek – Druckleitung 22 cm
Im Betrieb des GKW 5 l/sek – Druckleitung 8 cm

Durchleitung in den Ringkanal ist geplant. Gegen Überstau muss am Kraftwerksgelände ausreichend Speicher angelegt werden, um abzupumpen.

Der Ringkanal ist bereits jetzt schon überlastet!
Wenn das Wasser in den Ringkanal geleitet wird, ist der Starnberger See gefährdet.
Bereits jetzt läuft die Kläranlage bei Starkregen über und ungereinigte Abwässer können in den See gelangen.

Die Verlegung der Ableitung soll entlang des Rötlbachs erfolgen.
Wichtigster Zufluss Westufer Starnberger See / Arten- und Biotopschutz, mündet in das Naturschutzgebiet Karpfenwinkel

Brauchwasser

Für die geplante Anlage werden während der 2-jährigen Bohrphase 60 l/sek Brauchwasser benötigt. Leitungen während der Bohrungen 27 cm, im Betrieb 8 cm. Diese sollen am Weg verlegt werden (Weg an der alten Säge) der in den Sägemühlenweg auf Tutzinger Flur mündet – nördlich des Auweihers.

Sägemühlenweg zur dauerhaften Einlegung der Leitungen und Erschliessung von Strassen. Strassen sollen nach Fertigstellung auf Bernrieder Kosten zurückgebaut werden.

Auch die Re-Injektion soll auf Tutzinger Grund erfolgen
Im Gespräch sind 2 Standorte zwischen Tutzing-Unterzeismering und Tutzing-Kampberg

WEHREN SIE SICH!

Lassen Sie es nicht zu, dass unter Umgehung jeglicher Öffentlichkeitsbeteiligung vollendete Tatsachen geschaffen werden!

——- weitere Informationen —

Der Ringkanal
Baujahr 1971 – 1976
Länge ca. 46 km

Der Starnberger See hat die größte Wassermasse Bayerns

Die geringe Menge an zufließendem Wasser bedingt die sehr lange Wassererneuerungszeit von 21 Jahren.

Fliesswasser – Tutzing / Unterzeismering, Kampberg

Zuflüsse zum Rötlbach, wichtigster Zufluss Westufer Starnberger See
Zur Information

Biotopkomplex am geplanten GKW-Standort
Zur Information

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