„alternative-energiequellen.info“ ist die Online-Zeitung der Bürgerinitiative BIFUNAE, die sich zum Schutz des Westufers am Starnberger See gegründet hat und sich dort auch mit den Gefahren durch das geplante Tiefen-Geothermie-Kraftwerk Bernried / Höhenried auseinandersetzt.

Daldrup & Söhne beherrscht auch Neurieds Geothermieprojekt

Benachrichtigung

Verwirrspiel um die beteiligten Firmen am Neurieder Projekt
Unter dem Namen seiner Beteiligungen und vielen Tochtergesellschaften ist Daldrup & Söhne sowohl als Projektentwickler, als auch als Marktführer für Tiefenbohrungen in Europa bei vielen Tiefen-Geothermie-Projekten in Deutschland beteiligt.
Namen wie Geothermie Allgäu, Geothermie Weilheim, Geothermie Starnberg usw. suggerieren regionale gemeindliche Projekte, sind aber stattdessen nur Ableger des Daldrup & Söhne Konzerns.

Die

berichtet am Dienstag, 05. Juli 2011

Neurieder Rat genehmigt Bohrplatz für Geothermie

Der Bau des geplanten Geothermie-Kraftwerks rückt näher. Bei vier Enthaltungen befürworteten die Gemeinderäte den Antrag der Firma Geysir Europe, den Bohrplatz am vorgesehenen Standort neben der Biogasanlage einzurichten.

NEURIED. In der Aussprache forderten mehrere Räte eine Informationsveranstaltung, in der über den aktuellen Stand des Projekts berichtet werden soll.

Den Anfang der Diskussion machte Altenheims Ortsvorsteher Jochen Strosack (FWV), der darum bat, dass über das Projekt ja auch einmal im Ortschaftsrat informiert werden könnte. Darüber hinaus stelle sich die Frage, wie die Öffentlichkeit informiert werden könne. Noch pointierter forderte Hans-Jörg Hosch (UL) eine Info-Veranstaltung, in der auch Fachleute, die der Geothermie kritisch gegenüber stehen, eingeladen werden sollten. Hosch: “Das Projekt hat sich entwickelt und verändert, darüber sollte informiert werden.” Und dabei sollte auch an den nördlichen Nachbarn gedacht werden.

Bürgermeister Gerhard Borchert antwortete, dass solche Info-Veranstaltungen durchaus vorgesehen seien. Auch in den vergangenen sechs Jahren, seit das Projekt laufe, habe man immer wieder in Bürgerversammlungen informiert. Borchert: “Solche Projekte gehen heutzutage doch gar nicht mehr ohne öffentliche Veranstaltungen.” Auch wenn jetzt der Antrag auf den Bohrplatz gestellt werde, werde es wohl noch bis in den Herbst hinein dauern, bis es wirklich mit den Arbeiten vor Ort los gehe.

Fragen tauchten auch hinsichtlich der beteiligten Firmen auf. Strosack fragte nach, warum im Antrag die Geothermie Neuried GmbH, die ja das Kraftwerk bauen und betreiben wolle, gar nicht auftauche. Ekkehard Kallfaß (FWV) bezeichnete die Tatsache, dass mit der Geysir Europe, der Exorka GmbH, der Daldrup & Söhne AG und der Geothermie Neuried GmbH vier verschiedene Firmen beteiligt seien, als “verwirrendes und verschachteltes Firmenkonstrukt”.

Quelle: Auszüge aus dem Geschäftsbericht Daldrup & Söhne AG 2010

Tochtergesellschaften Daldrup & Söhne

Daldrup & Söhne AG verfolgt mit dieser Beteiligung nach eigenen Angaben eine strategische Positionierung auf dem deutschen Geothermie-Markt. Die Zusammenarbeit mit der Geysir Europe GmbH und deren Tochtergesellschaften Enex und Exorka sieht das Unternehmen dabei als entscheidenden Schritt für die Daldrup & Söhne AG, um künftig die komplette Wertschöpfungskette im Geothermiebereich abzudecken.

Fazit:
Egal ob Geothermie-Projekte im Betrieb wirtschaftlich erfolgreich sind oder nicht, Daldrup & Söhne profitiert immer, denn die Bohrungen, der wirtschaftlich sicherste Teil eines Projekts sind Daldrups Kerngeschäft.

Borchert antwortete, dass die Firma Geysir zurzeit noch 90 Prozent der Anteile an der Firma Geothermie Neuried halte, die restlichen zehn Prozent habe ja die Gemeinde. Darüber hinaus halte Geysir die Aufsuchungsrechte am Erlaubnisfeld Neuried und stelle deshalb den Antrag. Wie dem Antrag zu entnehmen ist, erfolgt die Planung und die Bauleitung vor Ort durch die Firma Exorka. Beide Firmen haben Grünwald in Bayern als Firmensitz und werden von Geschäftsführer Curd Bems geleitet.

Weiter zum vollständigen Artikel der Badischen Zeitung ->

Siehe auch:

LOBBYISMUS ALS STAATSPRINZIP
Vom Superminister zum Superlobbyist
Wolfgang Clement (ex-SPD, Bundesminister a.D):
Mitglied des Aufsichtsrates von RWE Power AG
Mitglied des Aufsichtsrates von Daldrup und Söhne AG
zum Artikel

HDR – AB DURCH DIE MOLASSE
Die Daldrup & Söhne AG sieht sich als technologischer Vorreiter in der Tiefengeothermie und will sich perspektivisch auch den technischen Herausforderungen der petrothermalen Geothermie / den sogenannten Enhanced Geothermal Systems (EGS) bzw. HDR (Hot Dry Rock) stellen.
Zum Artikel

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse eine Antwort

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Howdy,
Categories
Translate