Ökostromspeicherung als Erdgas

Die Solar Fuel GmbH erhält den „Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2010“ für eine Entwicklung, die gemeinsam mit dem ZSW und dem Fraunhofer IWES durchgeführt wurde.

Das Verfahren findet in zwei Schritten statt:

  • Stromüberschuss wird in Elektrolyse-Zellen in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten.
  • Der Wasserstoff wird in einer chemischen Reaktion mit Kohlendioxid (CO2) in Erdgas umgewandelt.

Der Wirkungsgrad liegt nach Angaben der Solar Fuel GmbH bei ca. 60 Prozent.

Ökostromspeicherung als Erdgas

Quelle: energieinfo.de/blog/texte/energie

Windstrom wird zu Erdgas

Das neue Verfahren kombiniert erstmals die Wasserstoff-Elektrolyse mit der Methanisierung. Die Technik spaltet aus überschüssigem erneuerbarem Strom Wasser per Elektrolyse. Dabei entsteht Wasserstoff und Sauerstoff. Durch eine chemische Reaktion des Wasserstoffs mit Kohlendioxid entsteht dann Methan. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas, in diesem Fall ist es erneuerbar erzeugt. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom zu Erdgas beträgt über 60 Prozent. Die Qualität des erneuerbaren Erdgases ist hoch. Es ist nicht verunreinigt und kann ohne weitere Bearbeitung in das Erdgasnetz eingespeist werden.

Das Verfahren wurde von den Forschungsinstituten ZSW und Fraunhofer IWES entwickelt. Das ZSW entwirft die Anlagen- und Verfahrenstechnik, das Fraunhofer IWES gestaltet die Einbindung in die Energiesystemtechnik. SolarFuel übernimmt die industrielle Umsetzung.

Eine im Auftrag von SolarFuel am ZSW in Stuttgart errichtete Demonstrationsanlage läuft bereits erfolgreich. Ab 2012 soll eine Anlage im zweistelligen Megawattbereich entstehen.
Presseinfo

Als Restprodukt entsteht reiner Sauerstoff.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW): „Ökostrom kann Kernkraft in neun Jahren ersetzen

Deutschland kann bis 2020 die Atomkraft durch Ökostrom ersetzen und die Stromversorgung bereits vor 2050 vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Zu diesem Schluss kommt das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Strom aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft ist imstande, in Kombination mit dezentralen hocheffizienten Gaskraftwerken in neun Jahren den Wegfall der Kernenergie auszugleichen, ohne dass eine Stromlücke entsteht. Der Umstieg ist laut ZSW machbar, er muss aber durch bestimmte Rahmenbedingungen flankiert werden. Dazu gehören besonders Speichertechnologien, wie die Konvertierung von erneuerbarem Strom in Methan oder Wasserstoff, und eine Modernisierung der Netzinfrastruktur.“

„Der Problemstoff CO2 wird zum Problemlöser“
SolarFuel Unternehmensvideo – Smart Energy Conversion:

httpvh://www.youtube.com/watch?v=w_-aaIpCTCA&feature=player_embedded

Howdy,
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